Solarbatterie für Photovoltaik: So berechnen Sie, wie viele Ah Sie brauchen
Eine zu kleine Batterie wird täglich leergezogen und hält nicht lange; eine zu große verteuert die Anlage, ohne etwas zu bringen. So berechnen Sie die richtige Kapazität.
Schritt 1: Tagesverbrauch berechnen (Wh)
Multiplizieren Sie die Leistung jedes Geräts mit seinen täglichen Betriebsstunden und addieren Sie alles. Beispiel: 5 LED-Lampen à 10 W für 5 h (250 Wh) + Kühlschrank mit durchschnittlich 60 W für 24 h (1.440 Wh) + weitere 300 Wh = 1.990 Wh/Tag.
Schritt 2: Autonomietage festlegen
Das sind die Tage, an denen Sie ohne Sonne Strom haben möchten. Für ein netzunabhängiges Wohnhaus rechnet man meist mit 2-3 Tagen, für ein Wochenendhäuschen mit 1 Tag. Bei 2 Tagen: 1.990 × 2 = 3.980 Wh.
Schritt 3: Entladetiefe berücksichtigen
Bleibatterien (AGM, GEL, OPzS) halten deutlich länger, wenn sie nicht unter 50 % entladen werden; Lithiumbatterien vertragen 80-90 %. Mit Blei: 3.980 / 0,5 = 7.960 Wh.
Schritt 4: durch die Systemspannung teilen
Bei einem 24V-System: 7.960 / 24 = 332 Ah. Sie könnten zum Beispiel zwei 12V-Batterien mit 330-350 Ah in Reihe schalten oder 12 OPzS-Zellen à 2V verwenden.
Auf die Entladerate achten
Die Kapazität von Solarbatterien wird meist als C10, C20 oder C100 angegeben (Entladung in 10, 20 oder 100 Stunden). Dieselbe Batterie hat bei C100 mehr Ah als bei C10 – vergleichen Sie daher immer bei derselben Entladerate.
Tipps für eine lange Lebensdauer der Batteriebank
- Mischen Sie keine neuen mit alten Batterien und keine unterschiedlichen Modelle.
- Stellen Sie den Laderegler auf die Ladekennlinie Ihrer Technologie ein (AGM, GEL oder Lithium).
- Installieren Sie die Batterien an einem belüfteten Ort ohne extreme Temperaturen.
Ihre Batterie finden Sie unter Solarbatterien und erneuerbare Energien.
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